Kunstprojekt zum Schutz des Leeberges

Bei der Gemeinderatssitzung am 28.06.2016 wurde im nicht öffentlichen Teil der Sitzung ein Kunstprojekt vorgestellt, das Besucher des Leeberges und des Sternenweges davon abhalten soll, den Grabhügel zu besteigen und weiterer Erosion auszusetzen. Die Künstleragentur Six & Petritsch präsentierte dazu ihr Konzept dem Gemeinderat. Die Idee des Kunstwerkes ist ein Konstrukt aus Beton, ein in den Boden gegossener Raster aus Trittpfaden. Dieses Kunstwerk stellt damit ein Bauwerk dar, das die Besucher einladen soll, es zu begehen und eventuell darauf angebrachte Informationen zu konsumieren. Es soll den Besucherstrom lenken und durch die Möglichkeit, es zu betreten, die Besucher vom Bestieg des Leeberges abhalten.

In der Gemeinderatssitzung am 27.September 2016 stellte der Bürgermeister den Antrag, das vorliegende Projekt zu beschließen, den er mit sechs Stimmen dafür und zehn Gegenstimmen eindeutig verlor. Der von der U.B.L Fraktion gestellte Antrag, den Beschluss über dieses Projekt mangels Informationen an Bürger und Gemeinderäte zu vertagen, wurde mit diesem Abstimmungsergebnis angenommen.

Die Vertagung des Beschlusses zu diesem Projekt darf jedoch nicht als prinzipielle Ablehnung gegenüber dem selben verstanden werden, sondern ist viel mehr der Tatsache geschuldet, dass weder den Mandataren ausreichend Informationen bekannt waren, noch wurde es von der Gemeindeführung in Betracht gezogen, die Meinung der Bürger in die Entscheidung miteinzubeziehen.

Die U.B.L steht grundsätzlich jedem Projekt / Kunstwerk, das es vermag, Besucher wirkungsvoll vom Bestieg des Leeberges abzuhalten, positiv gegenüber. Dementsprechend stellte die U.B.L in der Gemeinderatssitzung den Zusatzantrag, der von sämtlichen Projektwerbern die Garantie einfordert, dass die getroffenen Maßnahmen auch funktionieren. Denn eines ist klar, welche Maßnahme auch immer getroffen wird, schlussendlich muss sie funktionieren und die Besucher davon abhalten, den Leeberg zu besteigen und weiterer Zerstörung auszusetzen. Ebenfalls wurde vom Bürgermeister gefordert, entsprechende Sofortmaßnahmen zu treffen, um den Schutz des Leeberges bis zur Fertigstellung eines konkreten Projektes zu garantieren.

Unter eigenwilliger Auslegung der Gemeindeordnung entschied der Bürgermeister, über diesen Zusatzantrag nicht abstimmen zu lassen. Dies ist bedauernswert, könnte sie doch als Absage gegenüber dem Schutz des Leeberges verstanden werden. Damit ist der sofortige Schutz des Leeberges bis zur Projektrealisierung nicht gegeben. Die Idee, das Projekt im nicht öffentlichen Teil der Gemeinderatssitzung vorzustellen, erweckt den Anschein, dass die Meinungsbildung zu diesem Projekt nicht erwünscht ist.

Großmugler „Schmutzweg“ auch in Tennessee?

Die Bezirks-Blätter titeln in der Ausgabe 38 im September 2016, dass es nun auch in Tennessee (USA) einen Star-Walk nach dem Vorbild des Großmugler Sternenwegs gibt. Dass der Großmugler Sternenweg eine tolle Sache ist und das Tourismusangebot in unserer Gemeinde bereichert, ist unumstritten. Peinlich, wenn nicht beschämend, ist allerdings der Zustand dieses Weges, die starke Verschmutzung, vor der die Gemeindeführung offenbar die Augen verschließt. Die Begehung des Weges konnte den Eindruck einiger Bürger bestätigen (siehe Bild).

Projekte zu starten und durchzuführen ist das Eine, sie künftig instandzuhalten und für die Pflege zu sorgen, das Andere. Es wäre aber auch ratsam, diese Erkenntnis ex post auf künftige Projekte (zb. die Erhaltung eines archäologischen Denkmales) anzuwenden.

Erschreckend in diesem Zusammenhang ist aber vor allem eines: Jene Bürgerinnen und Bürger, Einheimische wie Touristen, die den Weg nutzen, verschmutzen und in einem schlechteren Zustand hinterlassen. Das muss nicht sein und das darf nicht sein. Wer es schafft, seinen Dreck mit hin zu nehmen, muss es auch schaffen, diesen wieder mit nach Hause zu nehmen, oder ordnungsgemäß zu entsorgen. Denn unsere Natur ist keine Müllhalde.

bild

Unbefugter Bestieg des Leeberges mit Pferden

Allem Anschein nach haben in den vergangenen Tagen Unbefugte versucht, das Wahrzeichen der Marktgemeinde Großmugl, den Leeberg, mit Pferden zu besteigen. Eine Besichtigung vor Ort bestätigt die Gerüchte zu diesem Vorfall.

Die Hufe der Tiere haben sich dabei beim Anstieg unweigerlich ins Erdreich gegraben und dieses entlang des Pfades gelockert (wie auf den beigefügten Bildern zu erkennen ist). Bedenklich daran ist, dass das gelockerte Erdreich nun leichter durch Regen und weiteren, unerwünschten Bestieg des Grabhügels erodiert wird. Bereits im Mai 2010 hat der Landesarchäologe Dr. Ernst Lauermann den Bürgermeister gebeten, einem Betreten des Grabhügels Einhalt zu gebieten, um diesen vor Erosion und damit einhergehend vor einem Schrumpfen zu schützen. Auch das Bundesdenkmalamt sprach sich dafür aus, das keltische Denkmal unberührt zu lassen.

Die U.B.L fordert hiermit die Gemeindeführung auf, unverzüglich in diesem Belang tätig zu werden und jedweden Bestieg des Grabhügels zu unterbinden. Andernfalls stellt dies über kurz oder lang eine akute Gefährdung für unser Wahrzeichen dar.

leeberg2

20160901_101404

Markttag- schön und erfolgreich

Der Gott des Wetters meinte es wieder gut mit den Organisatoren des 7. Mugler Markttages vom netz.werk.mugl. Strahlender Sonnenschein trug zu angenehmer, harmonischer Stimmung bei. Eine ausgewogene Mischung aus Privatanbietern, NGO’s und professionellen Marktteilnehmern sorgte für ein interessantes Angebot für die Marktbesucher. Pflanzen für den Garten konnte man ebenso finden wie Bücher, Videos, Spiele, Gesundheitsartikel, FAIRTRADE-Lebensmittel, etc. etc. Die Freunde des Hollabrunner Waldes informierten über die Artenvielfalt in der Großgemeinde Großmugl. Die Bäckerei Mayer sorgte für das leibliche Wohl und wurde allgemein dafür gelobt.

Einladung zur Bürgerinformationsveranstaltung

Morgen, am 8. April um 20 Uhr, findet eine Bürgerinformationsveranstaltungen  im Gemeindesaal Großmugl statt. Am 15. April um 19:30 Uhr besteht die Möglichkeit, die Veranstaltung im Feuerwehrhaus Herzogbirbaum zu besuchen.

Informiert wird über:

  • Abfallsammelzentrum
  • Aktuelles zum Hochwasserschutz
  • Allfälliges

Nutzen Sie die Gelegenheit, Informationen zu diesen Themen einzuholen, aber auch, um Fragen zu stellen und in einer Diskussion Ungeklärtes zu thematisieren.

Wie schnell ist Ihr Internet?

Die Geschwindigkeit des Internets in der Marktgemeinde Großmugl ist mittlerweile für viele BürgerInnen mehr zu einer Erschwernis als zu einer Erleichterung des Alltags geworden. Denn wenn es funktioniert, dann nur langsam, vorausgesetzt, man verfügt überhaupt über einen Anschluss.

Ein neues Tool der RTR-GmbH, der gesetzlich eingerichteten Regulierungsbehörde für den Telekommunikationssektor, ermög-licht die Messung ihrer Up- und Download-Geschwindigkeit. Außer-dem werden die Messwerte auf einer Karte vermerkt, die der Regulierungsbehörde Auskunft darüber gewährt, an welchen Orten der Internetausbau noch mangelhaft fortgeschritten ist.

Bitte nutzen Sie dieses Instrument und führen Sie einen Geschwin-digkeitstest durch. Möglicherweise kann dies den Internetausbau in unserer Gemeinde ein wenig beschleunigen.

RTR Geschwindigkeitsmessung

RTR

Feige Taktik der Wasserpreiserhöhung

Bei der Gemeinderatssitzung am 29.3.2016 wurde mehrheitlich die Anhebung des Wasserpreises für Steinabrunn beschlossen. Interessant an dieser Gebührenerhöhung ist die Tatsache, dass der offizielle Antrag des Bürgermeisters keine Gebührenänderung vorsah, sondern lediglich die Anpassung von Begriffen der Wasserabgabeordnung entsprechend neuer gesetzlicher Vorgaben. Erst nach mehrmaliger Nachfrage durch Mandatare der U.B.L Fraktion räumte der Bürgermeister ein, dass der Beschluss zur Änderung der Wasserabgabeordnung in erster Linie der „Gebührenanpassung“ dient.

Dabei stellt sich schon die Frage, ob die Verschachtelung des Antrages und die Verschleierung der Gebührenerhöhung ehrlich und verantwortlich gegenüber den Steinabrunnern ist. Ein Antrag der U.B.L Gemeinderätin Karin Grabmayer, die Begriffsdefinitionen getrennt von der Gebührenerhöhung abzustimmen, wurde von der Mehrheitsfraktion abgelehnt.

Die U.B.L Fraktion steht entschieden gegen die unbegründete Erhöhung des Wasserpreises und wird auch künftig daran arbeiten, dass die Wasserversorgung Steinabrunn in öffentlicher Hand bleibt. Es darf nicht passieren, dass die Mehrheitsfraktion unter Führung des Bürgermeisters als willfähriger Handlanger der EVN auch die letzte Wasserversorgungsanlage der Marktgemeinde veräußert und die Souveränität der Steinabrunner untergräbt.

Altstoffsammelzentrum – Projektgruppe mehrheitlich abgelehnt

Am 29. März wurde ein Grundsatzbeschluss im Gemeinderat gefasst, um die Sperrmüll- und Altstoffsammlung der Marktgemeinde neu zu organisieren. Vorrangiges Ziel ist es, wie auch von der U.B.L gefordert und im Zukunftsprogramm festgehalten, „die Müllentsorgung im Sinne der Bürger [zu] verbessern“. Seit langem wird von Bürgern gefordert, die Sperrmüll- und Altstoffsammlung, die zum Großteil momentan nur im Sommerhalbjahr am Rübenplatz stattfinden kann, neu zu organisieren und bürgerfreundlicher zu gestalten. Eine gute Möglichkeit, diesen Service kostengünstig, rasch und vernünftig zu lösen, bestünde in der  Mitbenützung des vorhandenen Altstoffsammelzentrums der Marktgemeinde Sierndorf in Höbersdorf. Dies hat viele Vorteile, sowohl für die Bürger der beiden Gemeinden als auch für die Gemeindefinanzen.

Zum einen ist es immer sinnvoll, bereits vorhandene Einrichtungen zu nutzen, was bei verstärkter Auslastung auch dazu führt, dass diese effizienter betrieben werden können. Zusätzlich kann der Platz, der für die Errichtung eines ASZ in der eigenen Gemeinde notwendig wäre, für andere Nutzungen freigehalten werden. Auch die finanzielle Belastung für das Gemeindebudget bleibt geringer, immerhin kann die Errichtung eines eigenen ASZ ein Vielfaches an Investitionskosten im Vergleich zur Mitbenützung verursachen.

Es gibt aber auch Argumente, die gegen eine Mitbenützung des ASZ in Höbersdorf sprechen. Eine weitere Anfahrtstrecke muss von den Bürgern in Kauf genommen werden. Von einer besonders weiten Anfahrtsstrecke sind vor allem die Bürger aus weiter entfernten Orten betroffen. Allerdings ist es technisch möglich, den Zugang zum ASZ mit Bürger-Card oder E-Card-Modellen zu regeln, was eine flexible Benützung gewährleistet. So kann das ASZ zumindest teilweise auch im Zuge von ohnehin geplanten Wegen benützt werden.

Auf jeden Fall erfordert die Neugestaltung der Sperrmüll- und Altstoffentsorgung umfangreiche Planung und wir sollten dabei großen Wert auf die Einbindung der Bürger legen. In diesem Zusammenhang fordert die U.B.L die Einrichtung einer Projektgruppe, um die Bedürfnisse sämtlicher Interessensgruppen zu wahren.

Dazu wurde von der U.B.L Fraktion in der Gemeinderatssitzung am 29.3.2016 ein Zusatzantrag zur Installation einer Arbeitsgruppe eingebracht, der von der Mehrheitsfraktion abgelehnt wurde. Bleibt zu hoffen, dass die Planungen und Verhandlungen, die nun vom Bürgermeister alleine geführt werden, ein wenigstens annähernd so gutes Ergebnis erzielen.

Transparenzgesetz.at Info-Logo