Ein Platz für unsere Jugend?

Am Abend des 28. April lud die Jugend Großmugl und die Landjugend Großmugl zu einem Jugend-Bürger-Forum. Mit viel Engagement und Eigeninitiative der Jugendorganisationen wurde ein Arbeitsprozess initiiert. Eröffnet durch Lukas Steiner, Obmann des Verein Jugend Großmugl, wurde das Ziel des Treffens formuliert.

Ideenfindung für einen zukünftigen gemeinsamen Platz für unsere Jugend.

Seitens Bürgermeister Lehner und Vizebürgermeister Weinhappl wurde klar kommuniziert, der Pachtvertrag des aktuellen Standortes laufe aus und könne nicht verlängert werden.

Schnell stellte sich heraus, dass dies nicht die ganze Wahrheit ist! Jüngste Recherchen führten zum Ergebnis, dass der bestehende Pachtvertrag erst in ca. 4 ½  Jahren mit 31.10.2021 endet.

Nach der Bildung einzelner Arbeitsgruppen, begleitet vom Jugendreferat des Landes NÖ und einer Evaluierung der Ergebnisse sollte ein Entscheidungsprozess über eine Standortfindung eingeleitet werden.

Sowohl unsere Jugend, anwesende “ältere“ Generationen als auch Anrainer haben sich mehrheitlich für die Beibehaltung des jetzigen Standorts ausgesprochen.

Auch wenn der jetzige Platz auf der Pfarrwiese damals eher zufällig gefunden wurde, scheint es doch der Beste in und für Großmugl zu sein.

Das gestrige Gespräch mit Pfarrer Wolfgang Brandner ergab, dass es  keine Probleme im Zusammenhang mit einer Verlängerung des Pachtvertrages beziehungsweise einer neuerlichen Verpachtung gäbe. Er persönlich stehe dem Thema sehr positiv gegenüber, jedoch habe sich seitens des Vertragspartners, der Marktgemeinde Großmugl, diesbezüglich noch niemand bei ihm gemeldet.

Mittlerweile soll ein Gespräch zwischen Pfarre und Gemeindechefs stattgefunden haben?

Über Gesprächsinhalte oder Fortschritte zu diesem Thema werden wir, wie leider üblich, nicht ausreichend genug informiert!

Für Großmugl und für unsere Jugend, wir bleiben auch an dieser Sache dran!

Frohe Ostern

Wir wünschen allen Bürgerinnen und Bürgern ein frohes Osterfest. Nützt die Tage um die wachsende und blühende Natur zu erleben und zu bestaunen. Die meisten Zugvögel haben uns wieder erreicht, es ist nur noch eine Frage von Tagen, auch den ersten Kuckuck wieder hören zu können. Die Bäume beginnen auszuschlagen und speziell an den Waldrändern ist die Kirschblüte in vollem Gange.

Neuzugang im Gemeinderat

Mit Johannes Weinrichter verstärkt ein weiterer engagierter Bürger das U.B.L Gemeinderatsteam. Der Themensprecher für Gemeindeentwicklung, Raumplanung und Wohnen wechselt in den Gemeinderat und unterstützt die U.B.L GemeinderätInnen in sämtlichen Agenden. Vor allem in den Bereichen, in denen Johannes Weinrichter bereits in seiner Funktion als Themensprecher tätig war, wird er sich schwerpunktmäßig einbringen und versuchen, Entscheidungen für die Bürgerinnen und Bürger im Geiste einer unabhängigen BürgerInnenbewegung voranzutreiben. Schon in den vergangenen Jahren hat er sich in diesem Themenfeld eingebracht und konnte daran mitwirken, dass in der Gemeinde der Beschluss zur Erstellung eines örtlichen Entwicklungskonzeptes gefasst wurde.

Entwicklungskonzept kann Fehlentwicklungen vermeiden

Wie es aktuell um das Entwicklungskonzept für Großmugl bestellt ist, ist bisher nicht bekannt. Informationen zu diesem Thema sind von Seiten der Gemeindeführung nur spärlich vorhanden und zwar nicht nur für BürgerInnen, selbst den U.B.L GemeinderätInnen wird die Informationen zum aktuellen Planungsstand vorenthalten. Dies ist einerseits bedauerlich, andererseits verdeutlicht die aktuelle Mediendebatte die Dringlichkeit, ein vernünftiges, auf Konsens basierendes Entwicklungskonzept auf die Wege zu bringen. Dass ein verhängter Baustopp für Gemeindegründe in Roseldorf in den Niederösterreichischen Nachrichten (05.04.2017) thematisiert wird, ist gut und notwendig, werden so doch die Entwicklungen einer fehlgeschlagenen Planung deutlich. Ein Entwicklungskonzept, wie es von der U.B.L bereits vor Jahren gefordert wurde, hätte Fehlentwicklungen wie diese vermeiden können. Es bleibt zu hoffen, dass diese Erkenntnis auch bald von den Regierenden geteilt wird und Privat- und Parteiinteressen hintangestellt werden…

Infoveranstaltung Altstoffsammelzentrum Höbersdorf

Zum gemeinsamen Betrieb des Altstoffsammelzentrum Höbersdorf soll ein Gemeindekooperationsverband zwischen den beiden Gemeinden Sierndorf und Großmugl geschlossen werden. Der Beschluss dazu soll allen Anschein nach bereits in der kommenden Gemeinderatssitzung am 13.12.2016 gefasst werden. Wer sich davor noch informieren möchte oder die eine oder andere Frage beantwortet wissen möchte, sollte daher die Infoveranstaltung am 12.12.2016 um 19:00 Uhr im Gemeindesaal Großmugl aufsuchen.

Die U.B.L Großmugl ist jedenfalls gespannt. Unseren Standpunkt zu diesem Projekt haben wir bereits nach der ersten Infoveranstaltung kundgetan (hier zu finden) und freuen uns nun auf die finalen Pläne des Bürgermeisters.

Vogel des Jahres

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Foto: Fünfstück

Jetzt, mitten im Herbst, kann man ihn hören, in der Abend- und Morgendäm-merung und in der Nacht. Er ist in den kalten Monaten auf Brautsuche, wie viele seiner Ver-wandten: der Wald-kauz.  In den Wäldern in und um unser Gemeindegebiet ist er anzutreffen und bewegt sich auch häufig in Richtung unserer Dörfer. Zum Brüten benötigt er, wie andere Eulenarten auch,  Baumhöhlen. Dies ist auch ein Argument, nicht alle alten Bäume einer wirtschaftlichen Verwendung zuzuführen, sondern gezielt Altholzinseln bestehen zu las-sen. Vertiefend dazu: BirdLife Österreich

Kunstprojekt zum Schutz des Leeberges

Bei der Gemeinderatssitzung am 28.06.2016 wurde im nicht öffentlichen Teil der Sitzung ein Kunstprojekt vorgestellt, das Besucher des Leebergs und des Sternenwegs davon abhalten soll, den Grabhügel zu besteigen und weiterer Erosion auszusetzen. Die Künstleragentur Six & Petritsch präsentierte dazu ihr Konzept dem Gemeinderat. Die Idee des Kunstwerkes ist ein Konstrukt aus Beton, ein in den Boden gegossener Raster aus Trittpfaden. Dieses Kunstwerk stellt damit ein Bauwerk dar, das die Besucher einladen soll, es zu begehen und eventuell darauf angebrachte Informationen zu konsumieren. Es soll den Besucherstrom lenken und durch die Möglichkeit, es zu betreten, die Besucher vom Bestieg des Leebergs abhalten.

In der Gemeinderatssitzung am 27.September 2016 stellte der Bürgermeister den Antrag, das vorliegende Projekt zu beschließen, den er mit sechs Stimmen dafür und zehn Gegenstimmen eindeutig verlor. Der von der U.B.L Fraktion gestellte Antrag, den Beschluss über dieses Projekt mangels Informationen an Bürger und Gemeinderäte zu vertagen, wurde mit diesem Abstimmungsergebnis angenommen.

Die Vertagung des Beschlusses zu diesem Projekt darf jedoch nicht als prinzipielle Ablehnung gegenüber dem selben verstanden werden, sondern ist viel mehr der Tatsache geschuldet, dass weder den Mandataren ausreichend Informationen bekannt waren, noch wurde es von der Gemeindeführung in Betracht gezogen, die Meinung der Bürger in die Entscheidung miteinzubeziehen.

Garantie für wirkungsvollen Schutz des Leebergs gefordert

Die U.B.L steht grundsätzlich jedem Projekt / Kunstwerk, das es vermag, Besucher wirkungsvoll vom Bestieg des Leeberges abzuhalten, positiv gegenüber. Dementsprechend stellte die U.B.L in der Gemeinderatssitzung den Zusatzantrag, der von sämtlichen Projektwerbern die Garantie einfordert, dass die getroffenen Maßnahmen auch funktionieren. Denn eines ist klar, welche Maßnahme auch immer getroffen wird, schlussendlich muss sie funktionieren und die Besucher davon abhalten, den Leeberg zu besteigen und weiterer Zerstörung auszusetzen. Ebenfalls wurde vom Bürgermeister gefordert, entsprechende Sofortmaßnahmen zu treffen, um den Schutz des Leeberges bis zur Fertigstellung eines konkreten Projektes zu garantieren.

Unter eigenwilliger Auslegung der Gemeindeordnung entschied der Bürgermeister, über diesen Zusatzantrag nicht abstimmen zu lassen. Dies ist bedauernswert, könnte sie doch als Absage gegenüber dem Schutz des Leeberges verstanden werden. Damit ist der sofortige Schutz des Leeberges bis zur Projektrealisierung nicht gegeben. Die Idee, das Projekt im nicht öffentlichen Teil der Gemeinderatssitzung vorzustellen, erweckt den Anschein, dass die Meinungsbildung zu diesem Projekt nicht erwünscht ist.

Großmugler „Schmutzweg“ auch in Tennessee?

Die Bezirks-Blätter titeln in der Ausgabe 38 im September 2016, dass es nun auch in Tennessee (USA) einen Star-Walk nach dem Vorbild des Großmugler Sternenwegs gibt. Dass der Großmugler Sternenweg eine tolle Sache ist und das Tourismusangebot in unserer Gemeinde bereichert, ist unumstritten. Peinlich, wenn dieser zum Schmutzweg wird. Der Zustand dieses Weges, die starke Verschmutzung, vor der die Gemeindeführung offenbar die Augen verschließt, ist allerdings beschämend. Die Begehung des Weges konnte den Eindruck einiger Bürger bestätigen (siehe Bild).

Projekte zu starten und durchzuführen ist das Eine, sie künftig instandzuhalten und für die Pflege zu sorgen, das Andere. Es wäre aber auch ratsam, diese Erkenntnis ex post auf künftige Projekte (zb. die Erhaltung eines archäologischen Denkmales) anzuwenden.

Erschreckend in diesem Zusammenhang ist aber vor allem eines: Jene Bürgerinnen und Bürger, Einheimische wie Touristen, die den Weg nutzen, verschmutzen und in einem schlechteren Zustand hinterlassen. Das muss nicht sein und das darf nicht sein. Wer es schafft, seinen Dreck mit hin zu nehmen, muss es auch schaffen, diesen wieder mit nach Hause zu nehmen, oder ordnungsgemäß zu entsorgen. Denn unsere Natur ist keine Müllhalde. Und der Sternenweg soll ein Tourismusangebot und kein „Schmutzweg“ sein.

Schmutzweg: Bilder der Verunreinigungen
Bilder der Verschmutzungen am Sternenweg

Unbefugter Bestieg des Leeberges mit Pferden

Allem Anschein nach haben in den vergangenen Tagen Unbefugte versucht, das Wahrzeichen der Marktgemeinde Großmugl, den Leeberg, mit Pferden zu besteigen. Eine Besichtigung vor Ort bestätigt die Gerüchte zu diesem Vorfall.

Die Hufe der Tiere haben sich dabei beim Anstieg unweigerlich ins Erdreich gegraben und dieses entlang des Pfades gelockert (wie auf den beigefügten Bildern zu erkennen ist). Bedenklich daran ist, dass das gelockerte Erdreich nun leichter durch Regen und weiteren, unerwünschten Bestieg des Grabhügels erodiert wird. Bereits im Mai 2010 hat der Landesarchäologe Dr. Ernst Lauermann den Bürgermeister gebeten, einem Betreten des Grabhügels Einhalt zu gebieten, um diesen vor Erosion und damit einhergehend vor einem Schrumpfen zu schützen. Auch das Bundesdenkmalamt sprach sich dafür aus, das keltische Denkmal unberührt zu lassen.

Die U.B.L fordert hiermit die Gemeindeführung auf, unverzüglich in diesem Belang tätig zu werden und jedweden Bestieg des Grabhügels zu unterbinden. Andernfalls stellt dies über kurz oder lang eine akute Gefährdung für unser Wahrzeichen dar.

Bestieg des Leeberg mit Pferden reißt Wunde in das Kulturdenkmal
Eintrittspuren der Pferdehufe klar zu erkennen
Pferde reißen weitere Wunde in den Leeberg
Hufabdruck im Erdreich des Leeberg