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Bitte unterstützen Sie den Initiativantrag „Großmugl glyphosatfrei“

Aktuell werben zwei Bürger unserer Marktgemeinde mit einem Initiativantrag um Ihre Unterschrift. Robert Brodnjak und Stefan Baumgartner-Windisch setzen sich in ihrer Freizeit für den Erhalt der Natur und der Biodiversität in unserer Gemeinde ein. Ein Engagement, dass auch die U.B.L sehr begrüßt.

Liebe Bürgerinnen und Bürger, ich kann Sie an dieser Stelle nur ausdrücklich darum bitten, diesen Antrag mit Ihrer Unterschrift zu unterstützen.

Es ist nicht selbstverständlich, dass Bürger ihre Energie aufwenden, um für ihre Überzeugung einzutreten und damit, wie wir meinen, auch dem Wohle der Gemeinschaft einen wertvollen Dienst erweisen. Mit diesem Initiativantrag wollen Robert Brodnjak und Stefan Baumgartner-Windisch die Gemeindeführung dazu auffordern, auf die Verwendung von Glyphosat zur Pflege der öffentlichen Flächen zu verzichten.

Auch wir sind der Meinung, dass diese Technik zur Beikrautbekämpfung bereits überholt ist. Es gibt zahlreiche Alternativen, mit denen diese Aufgabe ohne großen Mehraufwand in der selben Qualität erledigt werden kann. Und dies ohne die gesundheitlichen und ökologischen Risiken, die mit der Verwendung eines noch wenig erforschten Totalherbizides einhergehen.

Besonders die unreflektierte Verwendung von Mitteln wie Glyphosat, beispielsweise am Kinderspielplatz oder in der Nähe des Kindergartens, sehen wir sehr kritisch. Keine Kostenersparnis und kein Mehraufwand an Arbeitszeit rechtfertigen den Einsatz dieser Mittel in der Nähe unseres Nachwuchses. Die gesundheitliche Schädigung unserer Kinder und deren Eltern ist inakzeptabel und aus unserer Sicht unverantwortlich.

Wir können zwar nicht versprechen, dass dieser Initiativantrag vom Gemeinderat angenommen wird, denn dazu bedarf es einer Mehrheit, die wir nicht haben. Wir garantieren Ihnen aber, dass wir uns im Gemeinderat für dieses Thema einsetzen und alle Informationen für Sie zur Verfügung stellen.

Ich bedanke mich für Ihr bisheriges Vertrauen in unsere Arbeit und hoffe auf Ihre Unterstützung dieser Initiative.

GfGR Helmut Seibert

im Namen aller U.B.L MandatarInnen


Wollen Sie gleich unterschreiben oder SELBST AKTIV WERDEN, so können Sie das Formular zum Initiativantrag HIER herunterladen. Anschließend melden Sie sich bitte unter der Nummer 0680 128 23 35, um die Übergabe des ausgefüllten Blattes zu koordinieren. Auch weiteres Infomaterial kann über diese Nummer bezogen werden. 

Präsentation des Entwicklungskonzeptes

Bei der letzten Gemeinderatssitzung wurde der Vorentwurf des Entwicklungskonzeptes von der Raumplanerin DI Anita Mayerhofer präsentiert.

An zwei Terminen wird sie es auch der Bevölkerung im Rahmen von Bürgerinformationsveranstaltungen vorstellen. Diese finden am

24. April um 20 Uhr im Gemeindesaal Großmugl
für die Orte: Großmugl, Ringendorf, Geitzendorf und Roseldorf

sowie am

03. Mai um 20 Uhr im Feuerwehrhaus Herzogbirbaum
für die Orte: Herzogbirbaum, Nursch, Ottendorf, Steinabrunn und Füllersdorf

statt. Wir hätten uns zwar gewünscht, dass die Bevölkerung von Beginn an in die Erstellung des Konzeptes eingebunden wird, geht es dabei immerhin um die Entwicklung unserer Gemeinde für die nächsten Jahrzehnte. Warum die Einbindung der Bürgerinnen  und Bürger für uns so wichtig ist, haben wir schon des Öfteren erklärt.

Wenn auch Sie näheres über das Entwicklungskonzept erfahren wollen, können wir Sie nur dringend auffordern, die Veranstaltungen zu besuchen. Dort haben Sie auch die Möglichkeit, Fragen zu stellen und Sie erfahren, wie sie eine Stellungnahme zum Konzept einreichen können.

Jede Unterschrift zählt

In einer lebendigen Demokratie haben die Bürgerinnen und Bürger neben ihrem Stimmrecht bei Wahlen auch weitere Möglichkeiten, ihre Meinung kundzutun.
Die Möglichkeit, als Bürgerinnen und Bürger, als Gruppe oder  Verein oder als loser Zusammenschluss von Personen  einen Diskurs über brennende Themen zu starten und an die Politik heranzutragen wird der ‚Direkten Demokratie‘ subsumiert. Volksbegehren stellen eine dieser Möglichkeiten dar.

Aktuell gibt es drei Volksbegehren, die per Handy-Signatur oder vor Ort am Gemeindeamt unterzeichnet werden können.

Mit folgenden Zielen und Forderungen werben die Volksbegehren

um jede Unterschrift. Jede wahlberechtigte Person hat das Recht, eine Unterschrift unter ein Volksbegehren zu setzen.

Wer direkt am Gemeindeamt in Großmugl unterzeichnen möchte, dem stehen folgende Öffnungszeiten zur Verfügung:

Montag von 08:00 bis 12:00 Uhr
Dienstag von 08:00 bis 12:00 Uhr sowie von 13:00 bis 18:00 Uhr
Mittwoch GESCHLOSSEN
Donnerstag von 07:00 bis 12:00 Uhr
Freitag von 08:00 bis 12:00 Uhr

Stellungnahme zum Schutz des Leeberg

In den letzten Monaten gab es immer wieder Vorfälle, die die Verletzlichkeit des Leeberg vor Augen führten. Das Problem ist der Gemeinde bekannt, wurde doch bereits ein Schild vor dem Leeberg installiert, das um das Unterlassen des Bestieg bittet. Mit mäßigem Erfolg, wie die U.B.L bereits berichtete.

Aus diesem Grund fordert die U.B.L seit langem (auch in anderen Themenbereichen) einen BürgerInnenbeteiligungsprozess, dessen Entscheidungen den negativen Entwicklungen Maßnahmen entgegensetzen. Um mehr Dynamik in diesen Prozess zu bringen und um eine Anleitung für ein Funktionieren zu bieten, haben engagierte Bürgerinnen und Bürger gemeinsam mit den U.B.L GemeinderätInnen eine Stellungnahme verfasst. Diese kann als Orientierungshilfe dienen und darf gerne von der Gemeindeführung als Leitfaden herangezogen werden.

Wir sind überzeugt davon, dass mit der klaren Beantwortung der gestellten Fragen unserer Gemeinschaft in mehrfacher Hinsicht geholfen ist. Denn bei der Beantwortung von Fragen wie …

  • Wie gewichten wir die Bedeutung der Sternenlichtoase und des archäologischen Erbes ‚Leeberg‘?
  • Wie viel Tourismus wollen wir in Großmugl haben?
  • Wie viel Geld ist uns die Schaffung einer guten Infrastruktur am Leeberg wert?

… dient der Leeberg lediglich als ein plakatives Beispiel für die Versäumnisse der Großmugler Raumplanung der vergangenen Jahrzehnte. Wir können jetzt damit beginnen – und der Zeitpunkt könnte nicht besser sein – sinnvolle Lösungen für die Zukunft unserer Gemeinde zu erarbeiten. Das Entwicklungskonzept, das aktuell von DI Anita Mayerhofer erstellt wird, wird uns dabei helfen, gesetzte Ziele auch zu erreichen. Dass mit der Entwicklung unserer Gemeinde auch in Zukunft alle zufrieden sein können, wird davon abhängen, ob die Bürgerinnen und Bürger in die Entscheidungsfindung miteinbezogen werden.

Unsere Stellungnahme zum Schutz des Leebergs steht HIER zum Download zur Verfügung:

Stellungnahme zum Schutz des Leebergs; Download Button
Stellungnahme zum Schutz des Leebergs

Zum Download des Dokumentes drücken Sie bitte auf das Bild.


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Grabkammer nahe dem Leeberg entdeckt

Leeberg wird immer wichtiger

Ein Expertenteam um Grabungsleiter Dr. Volker Lindinger und Landesarchäologen Dr. Ernst Lauermann  hat in der Nähe des Tumulus eine Grabkammer gefunden. Dies berichten die NÖN in ihrer aktuellen Ausgabe.

Durch geomagnetische Untersuchungen seien rund 90 eingeebnete Hügelgräber entdeckt worden. In der Hallstattzeit habe Großmugl eine herausragende Bedeutung gehabt.  Der Leeberg, der ein heiliger Ort war, sei aufgrund seiner Größe noch heute erhalten.

Forderung nach Schutzmaßnahmen

Umso wichtiger ist der U.B.L der Schutz des Leebergs und seiner Umgebung: „Wir werden auch die Gemeindeführung von der Wichtigkeit und Notwendigkeit eines effizienten Schutz des archäologischen Erbes überzeugen“.


Weiterführendes Material:

Mit einer neuen Grabungskampagne will man Gräber und Siedlungen zeitlich zuordnen
„Am Leeberg wird wieder gegraben“, NÖN 35/2017
Die Experten bei der Freilegung der Grabkammer mit den Keramikgefäßen: Ernst Lauermann und Volker Lindinger
„Grabkammer entdeckt“, NÖN 38/2017

Weiterführende Fachliteratur:

„Archäologie des Weinviertels“, Lauermann, E., 2017, Mitarbeit: Lindinger, V.