Altstoffsammelzentrum – Projektgruppe mehrheitlich abgelehnt

Am 29. März wurde ein Grundsatzbeschluss im Gemeinderat gefasst, um die Sperrmüll- und Altstoffsammlung der Marktgemeinde neu zu organisieren. Vorrangiges Ziel ist es, wie auch von der U.B.L gefordert und im Zukunftsprogramm festgehalten, „die Müllentsorgung im Sinne der Bürger [zu] verbessern“. Seit langem wird von Bürgern gefordert, die Sperrmüll- und Altstoffsammlung, die zum Großteil momentan nur im Sommerhalbjahr am Rübenplatz stattfinden kann, neu zu organisieren und bürgerfreundlicher zu gestalten. Eine gute Möglichkeit, diesen Service kostengünstig, rasch und vernünftig zu lösen, bestünde in der  Mitbenützung des vorhandenen Altstoffsammelzentrums der Marktgemeinde Sierndorf in Höbersdorf. Dies hat viele Vorteile, sowohl für die Bürger der beiden Gemeinden als auch für die Gemeindefinanzen.

Zum einen ist es immer sinnvoll, bereits vorhandene Einrichtungen zu nutzen, was bei verstärkter Auslastung auch dazu führt, dass diese effizienter betrieben werden können. Zusätzlich kann der Platz, der für die Errichtung eines ASZ in der eigenen Gemeinde notwendig wäre, für andere Nutzungen freigehalten werden. Auch die finanzielle Belastung für das Gemeindebudget bleibt geringer, immerhin kann die Errichtung eines eigenen ASZ ein Vielfaches an Investitionskosten im Vergleich zur Mitbenützung verursachen.

Es gibt aber auch Argumente, die gegen eine Mitbenützung des ASZ in Höbersdorf sprechen. Eine weitere Anfahrtstrecke muss von den Bürgern in Kauf genommen werden. Von einer besonders weiten Anfahrtsstrecke sind vor allem die Bürger aus weiter entfernten Orten betroffen. Allerdings ist es technisch möglich, den Zugang zum ASZ mit Bürger-Card oder E-Card-Modellen zu regeln, was eine flexible Benützung gewährleistet. So kann das ASZ zumindest teilweise auch im Zuge von ohnehin geplanten Wegen benützt werden.

Auf jeden Fall erfordert die Neugestaltung der Sperrmüll- und Altstoffentsorgung umfangreiche Planung und wir sollten dabei großen Wert auf die Einbindung der Bürger legen. In diesem Zusammenhang fordert die U.B.L die Einrichtung einer Projektgruppe, um die Bedürfnisse sämtlicher Interessensgruppen zu wahren.

Dazu wurde von der U.B.L Fraktion in der Gemeinderatssitzung am 29.3.2016 ein Zusatzantrag zur Installation einer Arbeitsgruppe eingebracht, der von der Mehrheitsfraktion abgelehnt wurde. Bleibt zu hoffen, dass die Planungen und Verhandlungen, die nun vom Bürgermeister alleine geführt werden, ein wenigstens annähernd so gutes Ergebnis erzielen.

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