Großmugler „Schmutzweg“ auch in Tennessee?

Die Bezirks-Blätter titeln in der Ausgabe 38 im September 2016, dass es nun auch in Tennessee (USA) einen Star-Walk nach dem Vorbild des Großmugler Sternenwegs gibt. Dass der Großmugler Sternenweg eine tolle Sache ist und das Tourismusangebot in unserer Gemeinde bereichert, ist unumstritten. Peinlich, wenn dieser zum Schmutzweg wird. Der Zustand dieses Weges, die starke Verschmutzung, vor der die Gemeindeführung offenbar die Augen verschließt, ist allerdings beschämend. Die Begehung des Weges konnte den Eindruck einiger Bürger bestätigen (siehe Bild).

Projekte zu starten und durchzuführen ist das Eine, sie künftig instandzuhalten und für die Pflege zu sorgen, das Andere. Es wäre aber auch ratsam, diese Erkenntnis ex post auf künftige Projekte (zb. die Erhaltung eines archäologischen Denkmales) anzuwenden.

Erschreckend in diesem Zusammenhang ist aber vor allem eines: Jene Bürgerinnen und Bürger, Einheimische wie Touristen, die den Weg nutzen, verschmutzen und in einem schlechteren Zustand hinterlassen. Das muss nicht sein und das darf nicht sein. Wer es schafft, seinen Dreck mit hin zu nehmen, muss es auch schaffen, diesen wieder mit nach Hause zu nehmen, oder ordnungsgemäß zu entsorgen. Denn unsere Natur ist keine Müllhalde. Und der Sternenweg soll ein Tourismusangebot und kein „Schmutzweg“ sein.

Schmutzweg: Bilder der Verunreinigungen
Bilder der Verschmutzungen am Sternenweg

Unbefugter Bestieg des Leeberges mit Pferden

Allem Anschein nach haben in den vergangenen Tagen Unbefugte versucht, das Wahrzeichen der Marktgemeinde Großmugl, den Leeberg, mit Pferden zu besteigen. Eine Besichtigung vor Ort bestätigt die Gerüchte zu diesem Vorfall.

Die Hufe der Tiere haben sich dabei beim Anstieg unweigerlich ins Erdreich gegraben und dieses entlang des Pfades gelockert (wie auf den beigefügten Bildern zu erkennen ist). Bedenklich daran ist, dass das gelockerte Erdreich nun leichter durch Regen und weiteren, unerwünschten Bestieg des Grabhügels erodiert wird. Bereits im Mai 2010 hat der Landesarchäologe Dr. Ernst Lauermann den Bürgermeister gebeten, einem Betreten des Grabhügels Einhalt zu gebieten, um diesen vor Erosion und damit einhergehend vor einem Schrumpfen zu schützen. Auch das Bundesdenkmalamt sprach sich dafür aus, das keltische Denkmal unberührt zu lassen.

Die U.B.L fordert hiermit die Gemeindeführung auf, unverzüglich in diesem Belang tätig zu werden und jedweden Bestieg des Grabhügels zu unterbinden. Andernfalls stellt dies über kurz oder lang eine akute Gefährdung für unser Wahrzeichen dar.

Bestieg des Leeberg mit Pferden reißt Wunde in das Kulturdenkmal
Eintrittspuren der Pferdehufe klar zu erkennen
Pferde reißen weitere Wunde in den Leeberg
Hufabdruck im Erdreich des Leeberg