Glyphosat – endlich im Finale ?

Verzögerungstaktik hat nichts gebracht

Vor bald elf Monaten haben Robert Brodnjak und Stefan Baumgartner-Windisch einen Initiativantrag zum Verbot von Glyphosat auf öffentlichen Flächen bei der Gemeinde eingebracht. Diesen Antrag haben über 100 Bürgerinnen und Bürgern aktiv unterstützt.

Bei der darauf folgenden Gemeinderatssitzung  hätte über diesen Initiativantrag abgestimmt werden müssen. Dies geschah nicht und widerspricht unseres Erachtens der Gemeindeordnung. Stattdessen kam ein Gegenantrag des Bürgermeisters. Wir haben ihn damals skeptisch gebilligt. Sein Gegenantrag sah vor, unter seiner Leitung, eine Arbeitsgruppe mit der Eruierung von Lösungsansätzen zu beauftragen.

Auszug aus dem Sitzungsprotokoll vom 26. Juni 2019

Nur eine Sitzung fand statt

Bloß, diese Arbeitsgruppe war -wenig überraschend- nicht sonderlich produktiv. Nur eine Sitzung fand statt. Weitere Sitzungen wurden auch trotz unserer wiederholten Forderung nicht einberufen. Von Einbindung der Initiatoren, Bürgern oder Experten sowieso keine Spur.

Wir sind nach wie vor davon überzeugt, dass wir in Großmugl keine neuen Lösungen erfinden müssen, wo doch bereits 600 Gemeinden in Österreich, die meisten davon in NÖ, auf Glyphosat auf öffentlichen Flächen verzichten. Des weiteren deuten wir das  verhaltene Engagement der Herren rund um Bürgermeister Lehner als Indikator dafür, welchen Stellenwert das Thema Glyphosat auf Kinderspielplätzen etc. für sie hat. Und erst recht welchen Stellenwert das Engagement von über 100 Bürgern.

Durch den wiederholten Vorstoß der Bürgerinitiative zum Verbot von Glyphosat auf öffentlichen Flächen hat der Bürgermeister aktuell doch zu einer zweiten Arbeitsgruppensitzung eingeladen.  Damit findet sie kurz vor der nächsten Gemeinderatssitzung statt, was für uns den Schluss zulässt, dass der Initiativantrag doch noch mal im Gemeinderat behandelt werden soll. Für uns ist klar, worum auch immer es in dieser Sitzung gehen mag, wir werden die Forderungen der Initiative „Großmugl glyphosatfrei“ zu 100% vertreten. Diese Forderungen verlangen einen vollkommenen Verzicht von Glyphosat auf allen öffentlichen Flächen, und zwar sofort!

postpartner für großmugl

Anfang des Jahrtausends wurde das Postamt in Großmugl geschlossen. Bei der Schließung hat die Politik den Bürgern versprochen, dass sich die Postdienstleistungen nicht verschlechtern. Aber genau diese Verschlechterung ist eingetreten und verschlimmert sich von Jahr zu Jahr. Das Abholen von Paketen in Stockerau ist mühsam und wahrscheinlich ist es nur eine Frage der Zeit, bis wir noch weiter fahren müssen. Es ist nicht einzusehen, dass die Empfänger den Paketversand bezahlen, ihre Pakete aber selbst abholen müssen. Daher fordern wir die Marktgemeinde Großmugl auf, einen Postpartner für Großmugl zu finden oder selbst zu betreiben. Daher fordern wir die Gemeinde auf, in diese Infrastruktur zu investieren und damit die Lebensqualität vor Ort zu erhöhen. Damit Rückscheinbriefe, Einschreiben und Pakete wieder ganz unkompliziert ihren Weg in die Haushalte finden.

Glyphosat – wir bleiben dran

Robert Brodnjak und Stefan Baumgartner-Windisch haben vor 10 Monaten einen Initiativantrag bei der Gemeinde eingebracht, der von über 100 Unterstützerinnen und Unterstützern unterzeichnet wurde. Bis heute gibt es keine Entscheidung des Gemeinderates zu diesem Antrag. Die Enttäuschung der Initiatoren ist für uns vollkommen nachvollziehbar. Auch wir haben diesen Antrag unterstützt und erwarten eine rasche Entscheidung.

Wir haben von Beginn an gefordert, die Initiative “Großmugl glyphosatfrei” in die Entscheidungsfindung einzubinden. Dies wäre der einzige Garant dafür gewesen, dass rasch eine Lösung zustande kommt.
Stattdessen erprobt und recherchiert die Gemeinde Techniken, die unsere Nachbargemeinden schon im Einsatz haben und sie sammelt Wissen, dass sie bei den Initiatoren “Großmugl glyphosatfrei” auch einfach erfragen hätte können.

Erfolgreich: Bürger-Listen-Bürgermeister

Bürgerbeteiligung ist der wichtigste  Faktor für viele erfolgreiche Projekte

Erfolgreicher Bürger-Listen-Bürgermeister und gute Beziehungen zum Land!  „Den will ich kennenlernen, mit dem will ich ein Arbeitsgespräch.“, dachte der neue U.B.L Vorsitzende GR Jürgen Summerer. Begeistert berichtet er, was alles möglich ist, wenn ein neuer unabhängiger Bürgermeister plant, die Bürgerbeteiligung lebt und selbstverständlich trotzdem beste Beziehungen zu Landesregierung und –behörden pflegt. Lesen Sie Summerers Bericht selbst.

„Es war kurz vor Weihnachten und die Landschaft verschneit, als mich Michael Kreuzer in seiner Amtsstube empfing. Über drei Stunden lang erzählte er anschließend von den Erfolgen der vergangenen Jahre.

Michael Kreuzer ist Bürgermeister der Marktgemeinde Gutenstein und ist maßgeblich verantwortlich für die Erfolgsgeschichte des Ortes. Seit 2015 ist Kreuzer Bürgermeister von Gutenstein, einer bis dahin von Überalterung und Abwanderung betroffenen Gemeinde im Piestingtal.

Jürgen Summerer zu Besuch bei Michael Kreuzer in Gutenstein
GR Jürgen Summerer zu Besuch bei BGM Michael Kreuzer in Gutenstein

Die desaströse Arbeit seiner Vorgänger im Amt, allesamt ÖVP Bürgermeister, die die Gemeinde mehr als Stadthalter denn als Bürgermeister regierten, sowie die defizitären Festspiele und unüberlegte Bauvorhaben säten Unmut in der Bevölkerung. Dies verstärkte die Abwanderung der vor allem jungen Bevölkerung und die wirtschaftliche Rezession.

Diesem Verfall wollte Kreuzer nicht länger zusehen. Von den Kommunalpolitikern, die über Jahre dieses System errichtet hatten, war keine Lösung zu erwarten. Und so traf er die Entscheidung, selbst und ausschließlich mit Politikneulingen zur Gemeinderatswahl 2015 anzutreten. Die Themen bestimmten die BürgerInnen in einer Umfrage, die die Liste „Gut für Gutenstein“ im Vorfeld der Wahl in der gesamten Marktgemeinde durchgeführt hatte.

Für viele überraschend schaffte er es, auf Anhieb mit sieben Mandaten in den Gemeinderat einzuziehen. Ausreichend, um mit einem Koalitionspartner den Bürgermeister zu stellen und die ÖVP in die Opposition zu verbannen.

Mit seinem Amtsantritt hielt ein neuer politischer Stil in Gutenstein Einzug. Er nahm seine Gemeinderäte in die Verantwortung und verpflichtete sie, mit vollem Einsatz an den Wünschen und Bedürfnissen der Bevölkerung zu arbeiten. Seither hat eine Regelrechte Trendwende in Gutenstein stattgefunden. Die Jungen bleiben ihrem Heimatort treu, viele kommen aus der Stadt zurück. Verantwortlich dafür ist die wiedererlangte Lebensqualität und die erstarkte Wirtschaft, die Arbeitsplätze vor Ort für die Bewohner von Gutenstein schafft.

Es wäre ein Einfaches gewesen, die defizitären Raimund Spiele einzustellen, aber er erbat bei der Bevölkerung die Möglichkeit, innerhalb seiner Amtszeit eine Trendwende bei den Festspielen zu schaffen. Dies gelang ihm allerdings schon im dritten Jahr nach Amtsantritt und ist in erster Linie den 185 Freiwilligen zu verdanken, die Kreuzer für die Mitarbeit während der Festspielwochen gewinnen konnte. Die Festspiele erwirtschaften seither ein Plus und damit Geld für die Gemeindekasse. Während der Festspiele kommen die Menschen zusammen und arbeiten gemeinsam an deren Erfolg. Die Umwegrentabilität für die örtliche Wirtschaft, allen voran der Gastronomie ist schwer zu beziffern aber unbestritten.

Auch der in die Jahre gekommene Gutensteinerhof hat neue Besitzer gefunden, die mit großen Visionen neues Leben in den Ortskern bringen wollen.

Die Erfolgsgeschichte in Gutenstein ist selbstverständlich nicht nur einem Mann zuzuschreiben. Ein Schlüssel des Erfolges ist Vertrauen und die gute Zusammenarbeit aller Akteure. Das Vertrauen der Bürger in die Arbeit der Gemeinde sowie deren tatkräftige Mitarbeit. Und auch die Kooperation mit den Behörden, der Landesregierung und Landeshauptfrau.  

» Als Unabhängiger könne man politisch nichts erreichen, keine Wahlen gewinnen und schon gar nicht auf die Unterstützung der Landesregierung zählen. « Wir sind schon lange davon überzeugt, dass dies nicht stimmt. Das Beispiel Gutenstein bezeugt, dass eine Trendwende, so unrealistisch sie anfangs erscheint, möglich ist. Wirtschaftlicher Erfolg, geordneter Zuzug, reiches Kulturangebot, all das ist möglich, wenn man sich traut, alte, gemütliche Wege zu verlassen und mit Mut und Einsatz vorangeht. Dafür bedarf es allerdings eines fundamentalen Umbruchs, der von den Profiteuren des Stillstands nicht zu erwarten ist.“

Gemeindenachrichten in Gutenstein

Über Nacht Wohlhabend

Andreas Anzenberger beschreibt im Kurier die Vermögenszuwächse durch Umwidmungen.

Aber wer profitiert davon?

Er lässt viele Experten zu Wort kommen. Der Autor fügt eine lange Liste von Nachteilen an.

Was die U.B.L in ihrer Linie bestätigt: Sorgsam mit unseren Bodenflächen umzugehen!  Daher müssen wir heute die Weichen für die Zukunft stellen. Umso mehr ärgert uns, dass die Entscheider der Marktgemeinde Großmugl einfach nur sorglos umwidmen wollen. Warum sie die drohenden Nachteile nicht anerkennen wollen, darf als Frage in den Raum gestellt werden. Und könnte eine Erklärung liefern, warum wir bis heute kein Entwicklungskonzept haben!

Hier geht´s zum Artikel auf kurier.at

F.X. Frenzel im Konzert

Das Franz Xaver Frenzel Quartett wird am Freitag, dem 30.11.2018 ein Konzert geben. Der letzte noch lebende Barock-Komponist F.X. Frenzel wird bei diesem Konzert anwesend sein. Ihn verbindet viel mit Großmugl, hat er doch drei Jahrzehnte in Füllersdorf gelebt. In dieser Zeit entstanden auch viele seiner Werke. Als Friedemann Katt war er auch Aktivist und Obmann der Dorfgemeinschaft Füllersdorf. Das Konzert findet im Konzerthaus Weinviertel in Ziersdorf statt. Karten gibt es am Gemeindeamt Ziersdorf Weitere Informationen über sein Wirken siehe F.X. Frenzel. Die U.B.L freut sich auf “Ein Streichquartett im Weingart’l” und wünscht Komponist, Musikern und den Gästen einen wunderbaren Abend.

die Gesunde Gemeinde lädt zu einem Workshop

zum Thema Gesundheitsförderung und Prävention;
Alle Interessierte, die ihre Ideen und Erfahrungen mit uns teilen möchten, ersuche ich um Anmeldung bis spätestens 26. November 2018 unter 0680/1282231.
Falls du am 28. November 2018 keine Zeit, aber trotzdem einen wichtigen Beitrag zum Workshop hast, dann ruf mich an oder schreibe mir.
Danke.

Manuela Brandstetter
AKL, RGK i.A.

Gesunde Gemeinde Großmugl Bedarfserhebung Gesundheit

Jürgen Summerer neuer Vorsitzender der U.B.L

Am 13. Oktober veranstaltete die U.B.L ihre Generalversammlung 2018. Im Rahmen dieser Veranstaltung wurde der neue Vorsitzende der Unabhängigen BürgerInnen Liste gewählt.

GfGR Helmut Seibert, der diese Position seit 2012 bekleidete, übergibt nach dieser verdienstvollen Zeit das Ruder an GR Jürgen Summerer. Er wurde von der Generalversammlung einstimmig zum neuen Vorsitzenden gewählt. Vertreten wird er von Johannes Weinrichter, der ebenfalls einstimmig von der Generalversammlung bestätigt wurde.

Ein weiterer sehr erfreulicher Beschluss dieses Abends war die Ernennung von Helmut Seibert zum Ehrenvorsitzenden der U.B.L, den er mit Freude annahm.

Mit frischem Elan starten wir damit in die letzte Etappe dieser Legislaturperiode. Arbeit gibt es zu Genüge und unsere Motivation ist ausgesprochen hoch.

Welcome to Las Vegas

Seit einigen Wochen nun werden alle Besucher von Großmugl, sofern sie von Süden anreisen, gebührend begrüßt. Ein Empfang wie in der US-amerikanischen Wüstenstadt Las Vegas.

Eine mächtige Außenbeleuchtung in orange und grün gehalten erhellt den Nachthimmel, unmöglich, die Wichtigkeit dieses Bauwerks zu verkennen.

Aber im Unterschied zur amerikanischen Großstadt wird hier kein Casino angepriesen und diese übertriebene Beleuchtung ist auch kein Wahrzeichen unserer Gemeinde. Ein Wahrzeichen unserer Gemeinde sollte im Gegensatz dazu der in unserer Region einzigartige Blick auf das Firmament sein. Und für den Erhalt unseres Sternenhimmels erforderlich ist die nächtliche Finsternis. Und besonders Außenbeleuchtungen und beleuchtete Werbeflächen gefährden den ungestörten Blick auf den Nachthimmel.

Warum in einer Gemeinde, die mit dem Sternenhimmel das UNESCO Weltkulturerbe anstreben möchte, die Errichtung einer Außenbeleuchtung wie die der Tankstelle des Raiffeisen Lagerhaus in Großmugl zugelassen wird, ist mehr als fraglich.

(c) U.B.L Redaktion

Man könnte an dieser Stelle selbstverständlich argumentieren, dass dies nicht in den Zuständigkeitsbereich der Marktgemeinde fällt, handelt es sich doch um rechtmäßige bauliche Maßnahmen eines Privatunternehmens. Schlüssig ist diese Argumentation dann aber dennoch nicht. Viel mehr beweist es die Schwäche der Gemeindeführung, Projekte voranzutreiben, die mehr Weitblick und Durchhaltevermögen verlangen als die Sanierung von Güterwegen.

Entschlossenheit zum Schutze des Nachthimmels und zum Erreichen des Status Weltkulturerbe sieht jedenfalls anders aus. Reine Absichtserklärungen und Willensbekundungen reichen dafür nicht aus. Hierfür ist Engagement gefragt, das über Presse-Fototermine und mediale Selbstbeweihräucherung hinausgehen muss.